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Aktuelle Zeit: 09.09.2010, 12:01
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Seite 1 von 1 [ 12 Beiträge ] |
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diinah
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Betreff des Beitrags: Schwierige Entscheidung zu treffen  Verfasst: 08.03.2010, 21:45 |
Registriert: 22.04.2009, 23:30 Beiträge: 382
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Hi an all,
Hallo SW,
ich habe vor meiner Panik Zeit überhaupt keine Probleme gehabt Entscheidungen zu treffen. Heute ist es genau anders rum. Es gibt Tage da möchte ich keine Fehler´´ machen und enstcheide mich nicht bzw. schiebe es auf, was mir dann weniger gut tut.
Nun stehe ich vor einer Entscheidung. Es geht darum wie es weitergehen soll mit meiner übrig verbliebenen VT Std. Da meine letzte Sitzung weniger gut abgelaufen war, und nur noch permanent Druck ausgeübt wurde, stehe ich vor der Entscheidung aufzuhören oder weiter nach neun Therapeuten zu suchen.
Leider wollen die meisten keine Kurzzeittherapie´´ annehmen bzw. das was verblieben ist, und ich bin noch am suchen nach einen pasenden Therapeuten was auch Druck macht.
Ich frage mich soll ich weiter zum alten Therpeuten hin und es riskieren noch mehr unter Druck gesetzt werden? Oder soll ich weiter suchen?
Wie soll es weitergehen frage ich mich? Im inneren habe ich mich entschieden ich will nicht wirklich zum alten Therapeuten zurück...
Aber ich will meine Therapie nicht abbrechen..
Freu mich über eire Rückmeldungen
Gruß Diinah
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schöneswetter
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Betreff des Beitrags: Re: Schwierige Entscheidung zu treffen  Verfasst: 09.03.2010, 10:12 |
Registriert: 30.03.2009, 14:52 Beiträge: 1967
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Hallo Diinah,
einen Teil deiner Frage hast du ja schon selbst beantwortet: Du möchtest nicht zu deinem alten Therapeuten zurück
Bevor du dir überlegst, wie du an einen neuen kommst, kannst du vielleicht erstmal überlegen, was du bei deinem neuen Therapeuten möchtest. Was du dir von ihm erhoffst.
Da gibt es vielerlei Ideen und Schwerpunkte, zunächst macht es Sinn, sie einfach in sich aufzuspüren, ohne sie zu bewerten (im Sinne von: realistisch / nicht realistisch)
- Nähe - Beruhigung, Sicherheit - neue Ideen, die ich nicht habe - dass er es zum Verschwinden bringt - dass er zum Erscheinen bringt ( Begleitung bei Konfrontationen) - Hilfe bei Lösung/ Klärung von Problemen / Zusammenhängen / Vertiefungen (welche?) - einfach jemand, der zuhört und da ist - jemand, der ein Modell ist für eine Atmosphäre der Akzeptanz, der Wärme zu mir selbst, der Öffnung, jemand, der dies ausstrahlt und von dem ich mich ein Stück inspirieren und "anstecken" lassen kann - jemand, der ein Übungsmodell für mich ist, wie ich gelassener mit anderen Menschen umgehe (also jemand, in dessen Nähe ich mich verletzt fühle oder angespannt oder wütend oder gestresst)
oder oder oder...
_________________ Haftungsausschluß: Dies ist keine Beratung oder Heilbehandlung. Konfrontationsbehandlungen müssen psychotherapeutisch begleitet und vorher medizinisch abgeklärt werden. Eine Haftung wird ausdrücklich ausgeschlossen.
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diinah
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Betreff des Beitrags: Schwierige Entscheidung zu treffen  Verfasst: 09.03.2010, 11:07 |
Registriert: 22.04.2009, 23:30 Beiträge: 382
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Hallo SW,
es ist fast von jedem etwas dabei was du aufgezählt hast, obwohl die tägliche KOnfrontation mache ich ja so oder so, ob ich da was ändern kann? Mir wurde gesagt das der Therapeut nicht mehr zusammen mit dem Patienten´´ Konfrontiert das hatte man früher gemacht.. Heute ist es mehr so das man es zusammen abspricht was man wie konfrontieren möche das macht man alleine und zusammen wird es besprochen in der nächsten Sitzung....
Sicher möchte ich verstanden werden, ich möchte nicht ständig unter Druck gesetz werden es bringt mir nicht viel wenn man mich so in die Ecke drängt...
Daher bin ich am schwanken mache ich die VT zuende und lass mich weiter so behandeln´´ oder suche ich mir eine neue Lösung? Was wäre die Lösung? Ih hab herumtelefoniert und ausser AB´s Wartelisten die laaang sind und mein Nachteil das viele ablehnen weil es nicht mehr so viele Std. sind, fage ich mich was lohnt sich für mich?
SW, danke für deinen Beitrag
Gruß Diinah
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schöneswetter
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Betreff des Beitrags: Re: Schwierige Entscheidung zu treffen  Verfasst: 10.03.2010, 10:40 |
Registriert: 30.03.2009, 14:52 Beiträge: 1967
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Hallo Diinah, zum Thema Vertrauen in Entscheidungen / in einen selbst kann ich z.B. diesen Impuls empfehlen: http://www.gangaji.org/index.php?module ... p=dutcha13Grüße!
_________________ Haftungsausschluß: Dies ist keine Beratung oder Heilbehandlung. Konfrontationsbehandlungen müssen psychotherapeutisch begleitet und vorher medizinisch abgeklärt werden. Eine Haftung wird ausdrücklich ausgeschlossen.
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diinah
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Betreff des Beitrags: Re: Schwierige Entscheidung zu treffen  Verfasst: 10.03.2010, 17:52 |
Registriert: 22.04.2009, 23:30 Beiträge: 382
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Hallo SW ich weis nicht wie ich es beschreiben soll, die letzten Tage waren voller Druck. Ich hab heute eine Absage von 2 Theras bekommen und der Meinung waren wenn nach so langer VT es nicht geschafft´´ wurde die Panik loszubekommen etc.. Also Ressistent.. Das war wie eine Faust im Magen. Gleichzeitig hat es etwas in mir erweckt´´ wo ich auf mein Gefühl gehört habe. Stop endlich etwas immer unter Druck zu tun. Hör mehr auf dich und nicht(!) auf andere. Vertraue dir mehr. Wühle nicht so viel herum. Brobiere neues aaus hab mehr Mut! Das hab ich mir vorgenommen. Nachdem ich fast jedesmal einen Seelenstreaptese´´ über mich ergehen lassen musste bei Therapeuten bei Selbsthilfegruppen und was weis ich nicht alles, habe ich es satt weil mir eh niemand helfen kann nur ich mir selber. Immer dieses sich öffnen´´ von sich erzählen da wird nur notiert und dies ergibt einfach keinen Sinn für mich, Ängste sind da. Keiner kann sie wegzaubern... Ich habe einen sehr schlechten Tag gehabt gestern habe immer gefragt was das soll wie es weitergehen soll, wann kommen Veränderungen? Warum bewegt sich mein Leben immer ins Negative auch wenn ich so viel tue und mache etc.. Lauter Selbstzweifel... Heute nachdem ich Zwei Absagen erhalten hatte, war es fast wie eine innere Befreiung.. Es ist schwer zu beschreiben, es ist wie alles loslassen egal was kommt...Auch wenn dies zusätzlich Mut erfordert und Angst macht. Es ist wie es ist! Langsam versuche ich mit alten abzuschliessen und einfach nur nach vorne schauen. Es gab Theras die wühlten in der VERGANGENHEIT herum und sagten zu mir: Sehen sie´´ es tut Ihnen weh ich sehe es Ihnen an da ist was sonst wären Ihre Ängste längst weg... Sie bekämpfen ja nur die Symptome mit der VT, aber die Angst im Unterbew. bleibt etc.... Ich konnte mir meine Kindheit nicht aussuchen... Das Gerde der Theras hat mich innerlich sehr aufgewühlt´und ich hab nicht mehr vor so etwas mit mir machen zu lassen. Geh zu 5 Therapeuten und jeder wird dir was anderes sage, das Irritiert einen.... SW, was sagst du dazu? Wozu soll ich über altes reden? Das ist doch nicht mehr rückgängig zu machen? Jedenfalls bedanke ich mich für den Gangaj´´ Beitrag super! Ich hab es gelesen und es sprach mich innerlich total an, hab es fast so empfunden. Vielen Dank Gruß Diinah  die endlich aufräumen kann...
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schöneswetter
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Betreff des Beitrags: Re: Schwierige Entscheidung zu treffen  Verfasst: 10.03.2010, 21:48 |
Registriert: 30.03.2009, 14:52 Beiträge: 1967
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diinah hat geschrieben: SW, was sagst du dazu? Wozu soll ich über altes reden? Das ist doch nicht mehr rückgängig zu machen?
ganz im Ernst: Es gibt keinen Grund zu glauben, ich wüßte besser und klüger eine Antwort darauf als du ich habe dazu eine Meinung, ja und du auch du hast ein Wissen in dir wie Gangaji sagt: Tiefer als Gedanken / tiefer als Intuition da ist eine Bewegung du weißt etwas du bist der beste Lehrer für dich es gibt gute therapeutische HIlfen, unzählige Quellen, Texte, Tipps, Schulen, Infos, Ideen, das sind Bausteine, die in Therapien eingesetzt werden. Meine Erfahrung ist die, dass ein solcher Baustein unglaublich individuell nur wirkt. Ein Satz kann mir an einem Tag total helfen und an einem anderen völlig vorbeigehen. An einem Tag genau das richtige sein und am anderen Tag mich hindern und blockieren. es ist eine wichtige Kunst zu lernen, das zu spüren, was für einen im Moment richtig ist. Und sich nicht an das zu halten, was von außen vorgegeben wird nur, weil es von außen vorgegeben wird ich hatte das Bild schon mal: Wir sind in einem Labyrinth der Ausweg ist für alle vielleicht an derselben Stelle, aber der Startpunkt nicht Und jemand, der dem Ausweg schon näher ist, der vielleicht wirklich weiter und ruhiger oder ähnlich ist, der wird natürlich gerne mal gefragt: Wie bist du denn dahin gekommen dann sagt derjenige völlig wahrheitsgemäß: Ich bin zuerst nach links gegangen. Dann geradeaus, dann wieder links und wenn du genau das tust, was derjenige getan hast kommst du sicher nicht ans ZIel. Es hilft aber auch nix, wild im Gebüsch rumzustaken. Woran erkennt man, dass man sich dem Ausgang nähert? Woran erkennt man, dass man sich vom Ausgang entfernt. das hat etwas mit dem inneren, tiefen Wissen zu tun, das wir selbst in uns tragen wir erkennen den Ausgang, wir tragen ihn in uns, er ist uns nahe und vertraut. wenn wir uns ihm nähern, spüren wir das kann die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit helfen oder nicht? links oder rechts? brauche ich Druck oder brauche ich weniger Druck? links oder rechts? brauche ich einen neuen Therapeuten oder besser zu meinem alten zurück oder endlich Schluß mit Therapie? links oder rechts? traue niemals einem Therapeuten, der dir sagt: Gehen Sie nach rechts er hat vom Labyrinth noch nichts begriffen
_________________ Haftungsausschluß: Dies ist keine Beratung oder Heilbehandlung. Konfrontationsbehandlungen müssen psychotherapeutisch begleitet und vorher medizinisch abgeklärt werden. Eine Haftung wird ausdrücklich ausgeschlossen.
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diinah
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Betreff des Beitrags: Re: Schwierige Entscheidung zu treffen  Verfasst: 11.03.2010, 00:25 |
Registriert: 22.04.2009, 23:30 Beiträge: 382
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Hallo SW,
ich möchte dir danken für deinen sehr schönen Beitrag. Klar ist man sein eigener bester Lehrer.. aber(!) manchmal wenn man nicht so stark in seiner eigenen Mitte ist, geht vieles verloren. Man fühlt sich verloren´´ weil einem die Probleme erdrücken, weil nichts gelingen will wie man es gern haben würde oder vieles zu weit weg ist wie auch immer.
In deinem Beitrag schreibst du das ein Satz an einem Tag helfen kann am anderen….etc. Die Erfahrung habe ich ständig, es ist ein Wechsel. Die Absagen von den Theras haben mich verletzt und befreit´´ zugleich. Es ist schwierig zu beschreiben. Verletzt´´ weil man mir knallhart gesagt hat was die vorigen in der VT nicht geschafft haben´´ sie in den noch genehmigten erst recht nicht schaffen werden… Keine Hoffnungen darin sehen das tut Weh… Gleichzeitig hat es mich innerlich gestärkt´´ da war etwas was ich gefühlt habe es klingt merkwürdig aber da war etwas wie Vertrauen und loslassen!
Ich habe oft das Problem das meine Aufmerksamkeit nicht nach innen gerichtet ist´´ eher im Außen. In der Vt haben sie mir aber gesagt ich sei zu sehr im Inneren(bei der Angst) und soll mich ablenken, irgendwie Widerspricht sich dies… den wenn ich im inneren wäre, dann hätte ich ein besseres Gefühl /Intuition gehabt.
Heute kam dieses auf mich selber hören im inneren aus dem Bauch aus dem Herzen ganz tief irgendwo im inneren, etwas das noch neu für mich ist.
Ich mag deine Beiträge, und als ich den Gangaj Beitrag zusätzlich gelesen habe, das war perfekt. Du schreibst: es ist eine wichtige Kunst zu lernen, das zu spüren, was für einen im Moment richtig ist. Genau darum geht es bei mir! Ich lerne noch, stehe total am Anfang aber heute war es eine andere Erfahrung dies erleben zu dürfen.
traue niemals einem Therapeuten, der dir sagt: Gehen Sie nach rechts… Was genau ist damit gemeint? Ich hab Therap.. gehabt(Vorgespräch) die in meiner Vergangenheit gewühlt hat´´ und mir auch mitgeteilt hat das sind Seelische Misshandlungen Traumata (Kindheit) die festsitzen die man nicht mit VT (= Bekämpfung der Symptome) loswerden würde.. Daher ginge die Angst auch nicht weg und wird bei mir Aufrecht erhalten… sonst hätte ich gewusst weshalb ich Angstattacken bekäme.. Da es bei mir aber nicht Situationsbedingt ist, und ich auf die Frage wovor ich Angst hab und was mir Angst macht nicht wirklich beantworten kann weil es keinen Grund gibt (zumindest sehe ich den noch nicht) wurde mir gesagt das Angst festsitzt und meist an der Kindheit liegt… Ob das so ist keine Ahnung, aber selbst wenn fragt man sich was das alles jetzt(!) soll, warum ist die Angst noch da?
Ich konfrontiere täglich´´ ich gehe auf Messen Veranstaltungen einkaufen Kurse Yoga und was weis ich nicht alles…Aber das ist nicht mein Weg! Ich komme noch nicht dahinter. In meiner damaligen Angstbewältigungsgruppe´´ werde ich nie den Satz vergessen den mir die Thera sagte: Angst zeigt den Weg, den Weg den ich noch nicht sehen/gehen will weil ich an was festhalte…. Es ist mir noch nicht bewusst´´ aber dieser Satz hat was….Ich fange erst jetzt an den Zusammenhang zu verstehen was sie mir damit sagen wollte… Vorher habe ich abgeblockt…..
Irgendwie kommt es mir wie eine lange Reise zu sich selbst vor. Die auch eine ist. Bis man den Vorhang abmachen kann, kann es noch dauern…
SW. Ich danke dir für deine Beiträge.
Gruss Diinah
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schöneswetter
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Betreff des Beitrags: Re: Schwierige Entscheidung zu treffen  Verfasst: 11.03.2010, 11:05 |
Registriert: 30.03.2009, 14:52 Beiträge: 1967
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diinah hat geschrieben: Ich habe oft das Problem das meine Aufmerksamkeit nicht nach innen gerichtet ist´´ eher im Außen. In der Vt haben sie mir aber gesagt ich sei zu sehr im Inneren(bei der Angst) und soll mich ablenken, irgendwie Widerspricht sich dies… den wenn ich im inneren wäre, dann hätte ich ein besseres Gefühl /Intuition gehabt.
Hallo Diinah, das ist eine häufig gestellt Frage und ein oft gefundener widerspruch (Sibylle hat das ja neulich noch mal dargestellt - Achtsamkeit vs. "sich verbeißen in die Angst") wie kann man das verstehen, dass ein "Zulassen", ein Richten der Aufmerksamkeit kein "Verbeißen" oder "Anhaften" oder gar "Reinsteigern" "neu anfeuern" ist (wovon manche Therapeuten mit Ablenkung zu helfen versuchen) ich habe vor einiger Zeit schon mal auf das Bild der Schneekugel verwiesen das sind diese Dekodinger, so Glas wer nicht weiß, was gemeint ist, hier ist ein Bild, das ich auf die Schnelle gefunden habe http://www.amazon.de/Nici-28414-Schneek ... B001M45BQ6du bist also die Person in der Schneekugel immer, wenn du dich anstrengst, Energie reingibst, etwas unbedingt willst oder nicht willst oder in einer sonstigen Art dein Ego von der Leine läßt, dann wirbelt der Schnee auf. (Symptome) Wie bekommt man jetzt möglichst schnell den Schnee wieder ruhig? GAR NICHT Das beste, was man tun kann ist: nichts denn jede Bewegung wirbelt den Schnee wieder auf dabei ist es egal, ob die Bewegung dahin geht, den Schnee wegzujagen (geh weg! geh weg!!) oder ihn an sich heranzuziehen (komm her!! bleib hier!) Beides ist Identifikation: ich beziehe den Schnee auf mich. Ich ziehe ihn an mich heran. Damit hindere ich ihn daran, seine natürliche Bewegung auszuführen: sich zu legen mit Ablenken meinen Therapeuten häufig: Du beschäftigst dich mit was anderem, und dann legt sich der Schnee von alleine ab einer bestimmten Intensität der Traumatisierung und Angst klappt das aber nicht meiner Erfahrung nach die Kunst besteht jetzt darin, das Stillstehen zu lernen. Still im Schnee. Und die einzelnen Schneeflocken zwar zu bemerken, aber da sie nicht auf mich bezogen sind, rühre ich sie nicht an. überlasse sie sich selbst was aber geschieht, wenn ich in einem frisch geschüttelten Glas (Schneegestöber) ruhig stehen bleibe? Der Schnee wirbelt noch eine Weile. Und das bekomme ich jetzt, wo ich mich nicht durch Armgefuchtel und Flucht ablenke, noch genauer mit. Das ist der PUnkt der Konfrontation. Da muß ich dann lernen, den Schnee toben zu lassen. Mich an den Schnee gewöhnen. Damit nicht der Schnee selbst wieder neues Schütteln auslöst (Panikattacke). Wenn ich soweit bin, dass ich in Gegenwart des stöbernden Schnees (Symptom) keine neue, eigene Aktivierung mehr produziere (Schneekugel bleibt ruhig), habwe ich die Sensitivierung überwunden. Dann kann ich dadurch, dass ich in der Beobachterposition bin, den Energiefluß unterbrechen - es gibt also kein neues Schütteln. Aber das alte wirkt noch nach. Wenn dann der Schnee sich legt und ich kurz durchatme, was geschieht dann oft? (Obwohl ich super desensitiviert bin vielleicht, also vor den einzelnen Symptomen an sich keine Angstreaktion mehr zeige). Es fängt trotzdem wieder an. Das Symptom kommt wieder, ich erschrecke zwar nicht mehr davor, aber der Schnee stöbert wieder hoch. Warum? Ich habe das Ding wieder geschüttelt (nicht aus Angst vor den Symptomen, sondern aus anderen Gründen) Das muß ich auch merken: Wann schüttel ich es. Und warum. Welche Gewohnheiten sind da im Spiel. Welche Reaktionen. Die können aus der Vergangenheit kommen oder auch nicht, das wird mir klar, wenn ich es nur - du ahnst es schon BEOBACHTE
_________________ Haftungsausschluß: Dies ist keine Beratung oder Heilbehandlung. Konfrontationsbehandlungen müssen psychotherapeutisch begleitet und vorher medizinisch abgeklärt werden. Eine Haftung wird ausdrücklich ausgeschlossen.
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caster31
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Betreff des Beitrags: Re: Schwierige Entscheidung zu treffen  Verfasst: 11.03.2010, 16:14 |
Registriert: 25.12.2009, 05:13 Beiträge: 261 Wohnort: Berlin
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hi diinah Ich denke, du bist jetzt in der Phase, wo ich auch mal war. Das man erst mal alles hinterfragt und so langsam zu der Einsicht kommt, das alles was ich mache mein Leben bestimmt, im positiven wie im negativen... Sinn einer Therapie ist es ja nicht, das man keine Angst mehr hat. Es geht ja um das Erkennen von Zusammenhängen und das man die Gefühle wieder anders bewertet. Es ist nun mal so, das Gedanken die Symptome bewerten und das is bei uns allen voll aus dem Ruder gelaufen. Es sind auch nicht die Symptome die uns Angst machen sondern einzig und allein die Bewertung dieser. Das muß man aber erst mal wirklich verstehen und dann is das gar nicht mehr so schwer... Ja ja, ich hab leicht reden, ich weiß.... Und immer schön berichten Diinah und noch als Tipp, schreib dir alles auf was du machst und denkst, falls du das nicht eh schon tust.... mfg Sam
_________________ Wer Angst hat, bekommt das was er fürchtet.
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diinah
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Betreff des Beitrags: Schwierige Entscheidung zu treffen  Verfasst: 11.03.2010, 18:25 |
Registriert: 22.04.2009, 23:30 Beiträge: 382
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Hallo SW, ich danke für deinen Beitrag. Ich habe ein gewaltiges Problem mit dem nichts machen´´ nichts tun´´ es annehmen so wie es gerade kommt bzw. ist, weil(!) ich immer und immer wieder das gleiche durchmache…Caster schreibt das nicht die Angst vor den Symptomen….´´ ich denke schon das man Angst vor den unangenehmen Symptomen hat auch wenn man sie in und auswendig kennt´´, es geht ja darum das man das nicht mehr wegschiebt…Es sind nicht immer nur die Befürchtungen wie gleich kippe ich um etc… Ich denke es sind auch die Symptome die einem so schwer´´ liegen… Vielleicht kämpfe ich innerlich mehr als mir bewusst wird? Aber es gibt auch Momente wo man das alles satt hat, immer wieder auf s neue…. Das Beispiel mit der Schneekugel´´ war sehr gut. Danke SW. Ich weis wo ich feststecke… Ich kämpfe noch immer wenn sie mich packt…Nichts tun hört sich so leicht so einfach an, aber es gelingt mir nicht immer… SW´´ wann ich es schüttele´´ das ist die große Frage und warum? Ich weis es nicht! Ich weis auch nicht weshalb das alles so schwer ist herauszufinden… Was mich noch interessieren würde, kannst du in deinem Alltag wirklich nichts tun? Alles so kommen lassen (Symptome) wie es gerade kommt? Läufst du wirklich nicht mehr davon? Auch wenn sie  dich immer wieder anfallen? Gruß Diinah
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caster31
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Betreff des Beitrags: Re: Schwierige Entscheidung zu treffen  Verfasst: 11.03.2010, 19:32 |
Registriert: 25.12.2009, 05:13 Beiträge: 261 Wohnort: Berlin
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Mano diinah.... Meinste ich erzähl dir scheiße oder wie? Oder ich Sam male mir die Welt schön bunt??? Du hast Angst vor den Symptomen weil es deine Gedanken dir so vermitteln, nur deswegen hast du Angst vor den Symptomen. Die Symptome ansich sind so bedeutungslos wie ein Fliegenschiss. Die sind nicht mal gefährlich und schon gar nicht Lebensbedrohend.... Hier trifft wohl der Spruch, aus ner Mücke nen Elefanten machen, am besten zu.... Ich sag doch immer wieder, das man das erst mal wirklich verstehen muß.... mfg Sam
_________________ Wer Angst hat, bekommt das was er fürchtet.
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caster31
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Betreff des Beitrags: Re: Schwierige Entscheidung zu treffen  Verfasst: 11.03.2010, 21:51 |
Registriert: 25.12.2009, 05:13 Beiträge: 261 Wohnort: Berlin
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Mir fällt gerade noch ein geiles Bespiel ein, was ich mal irgendwo im Netz gelesen habe. Angst/Panik löst annähernd die selben Symptome aus wie Verliebt sein..... Was ich damit sagen will diinah, es ist einzig die Bewertung dieser Gefühle. Es sind nur unsere Gedanken die alles steuern. Das kannst du noch soweit weg verdrängen oder dir einfach sagen, na vielleicht sind ja die Millionen Menschen, die es wirklich wissen müssen, doch nicht so bescheuert?? mfg Sam
_________________ Wer Angst hat, bekommt das was er fürchtet.
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